Kategorie: Open Educational Resources

  • A bigger picture on MOOCs

    I was pointed to the above info graphic and asked for a brief review, so I am happy to share my thoughts. It starts with a well-known transformation in higher ed, the rise of the (tuition) costs worldwide, but in particular in the U.S. This initial position is then boiled down to mere economical factors which are like this: You have to pay a certain amount of money to attend a prestigious college and after graduation you will (like an automatism) be given a job that refinances all your investments. And this equation is not „true“ any longer? And is there really a solution coming our way that is called MOOC?
    I am not an economist, so I can not properly talk about financial aspects. However, since MOOC is invoked I think it is important to stress some educational aspects. It is a pity that in this graphic MOOCs are only referred to as the Coursera platform and not as an educational movement that has a much larger and broader history than the media hype tries to claim. It is based on some fundamental assumptions and beliefs (education for all, education as a common goods) which roots in the philosophy of Rousseau and Froebel. For a more detailed account on that see here.
    This idealist philosophical positions are undermined when, as this graphic does, MOOCs are used to promote an economical perspective on education („elite schools“) that neglects the core educational beliefs (e.g. self-realization of the person). So, perhaps there is any chance to include more educational thinking in this graphic.
    Tomorrow's College Infographic Infographic

  • Lesen und Teilen: Report Bildung auf einen Blick

    Dieser Report kann hier online gelesen und (bitte) weiterverbreitet werden.
     

    Education at a Glance 2012 | OECD Free preview | Powered by Keepeek Digital Asset Management Solution

  • Wie offene Kurse unsere Bildung verändern: Bitte um Teilnahme an aktueller Studie

    Offene Kurse, wie der #opco12 sind zur Zeit ein großes Thema. Das radikal offene Format und die damit ermöglichte Vielfalt des Lernens ziehen massenhaft interessierte Menschen an, was zum Namen „Massive Open Online Courses“ führte. Der gerade zu Ende gegangene opco12 kann als Momentaufnahme betrachtet werden mit viel Stoff zum Diskutieren, wie ich hier bereits ausgeführt habe.
    Daneben sind es statistische Auswertungen, die uns helfen, Lernverhalten in offenen Kursen besser zu verstehen. Der enormen Vielfalt kann mit qualitativen Methoden begegnet werden. Genau darauf zielt eine aktuelle Studie an der FernUniversität in Hagen ab. Wir möchten dazu Teilnehmende des opco12 interviewen, um herauszufinden, wie ein solcher MOOC die Bildung verändert. Mit welchen Strategien bewegen sich Lernenden durch diese offene Welt? Wie schaffen sie es, Lernfortschritt herzustellen? Welche signifikanten Erlebnisse wurden gemacht? Dies sind Fragen, die wir in den Interviews diskutieren möchten.
    Wenn Sie also am opco12 teilgenommen haben und Zeit für ein 30-45 minütiges Interview hätten, melden Sie sich bitte bei mir oder direkt bei der Interviewerin, Frau Thiels:  interview-BA-2012@gmx.de. Die Gespräche werden individuell terminiert (Zeitraum 13.08 bis 13.09) und per Skype durchgeführt.
    Die Ergebnisse werden frei zugänglich gemacht.
    Vielen Dank für die Unterstützung.

  • #opco12 Abschlußworkshop: Auf neuen Wellen reiten

    Letzten Freitag fand im Gästehaus der Universität Frankfurt am Main ein Workshop zum gerade zu Ende gegangenen MOOC #opco12 statt. Ein wirklich schöner Rahmen für eine spannende Veranstaltung, an dieser Stelle auch nochmals Dank an das hessische Kultusministerium für das leckere Essen.
    Die Vorträge sollen bald online gestellt werden, daher verzichte ich hier auf eine weitere Zusammenfassung und gehe auf einige Punkte ein, die mir während der „offline“ Diskussionen aufgefallen sind.
    Claudia Bremer wies in ihrem Beitrag nachdrücklich auf die Gefahr für Hochschulen hin, den durch offene Bildungsressourcen entstandenen Trend zu verschlafen. Dies betrifft dann die kreative Verwendung von neuen Technologien, neue Formen des Lehrens und Lernens („Flipped Classroom“) sowie grundsätzlich neue Rollen für Lehrende und Lernende. Klar ist auch, dass dies nicht voraussetzungslos ist, so dass neue (Medien-)Kompetenzen erforderlich sind.

    http://www.flickr.com/photos/geralds_1311/5949065455/sizes/z/in/photostream/
    http://www.flickr.com/photos/geralds_1311/5949065455/sizes/z/in/photostream/

    Insgesamt scheint sich ein „Real Tsunami“  – so der Titel eines aktuell erschienen Essays – über uns auszubreiten. Folglich wäre es wichtig, Wellenreiter zu sein. Allerdings sehe ich hier auch die Gefahr, dass zwar auf medienwirksamen Trends „mitgeritten“ wird, doch in all dem Hype die Zeit für Reflexionen bezüglich des didaktischen Mehrwerts und des Nutzens verloren geht. Der Wellenreiter ist zu sehr mit seiner eigenen Balance beschäftigt, dem Gegen- und Miteinander verschiedener Strömungen und der immerwährenden Suche nach der nächst besten Welle, so dass er sich weniger Gedanken über seine generelle Strategie und seine Technik des Wellenreitens Gedanken machen könnte. Für Hochschule gilt Ähnliches: Ein hektisches Adaptieren mit MOOCs kann den Blick auf die tiefer liegenden Potentiale verstellen, d.h. die Frage, für welchen Teil des Hochschulsystems können MOOC eine sinnvolle Ergänzung sein. In diese Richtung geht dann auch die Konzeption Blended MOOC, die hier erläutert wird.
    Die Herausforderung wird nun sein, in den Modus einer „Vita contemplativa“ zu kommen, das als Gegenstück zur „Vita (Hyper-) Activa“ von Byung-Chul Han in seinem Essay Müdigkeitsgesellschaft beschrieben wird. Dieser Zustand des Staunens und Zögerns enthält auch die Möglichkeit, den beständig aufkommenden Reizen zu widerstehen.

  • Mal wieder eine Deklaration: Freedom of Internet

    Zur Zeit kursiert diese Deklaration zur Internet-Freiheit mit zum Teil widersprüchlichen Forderungen. Offenheit und Privatsphäre werden in einem Atemzug genannt, was sicherlich den jüngsten Entwicklungen, zum Beispiel das gescheiterte ACTA Abkommen oder die Enthüllungsplattform Wikileaks geschuldet ist. Dass sich dabei nicht selten sehr persönliche und emotional geführte „Grabenkämpfe“ ergeben (siehe hier zum Beispiel Wikileaks vs. Open Leaks), bleibt in der Deklaration lediglich implizit bzw. wird schlichtweg übergangen.
    Die proklamierten fünf Kernprinzipien der Internet Freiheit gehen somit nicht auf diese Kontroversen ein und vermitteln eher das Bild einer Selbstverständlichkeit, der man sich gerne anschließt (siehe dazu die Liste der namhaften Unterzeichner). Natürlich sind das wichtige Kategorien, die für die zukünftige Entwicklung der digitalen Gesellschaft eine tragende Rolle spielen, doch wird dabei der Blick versperrt auf die zahlreichen Spannungsfelder und Konflikte. Warum dann nicht diese zum Ausgangspunkt nehmen und Strategien entwickeln, wie genau das Internet frei und offen wird?