Kategorie: Bildung

  • Bildung and media ecology

    During the last two days I have been participating at the conference  “Educational Media Ecologies: International Perspectives” held at the University of Paderborn. It was a small (approximately 30 people) group which aimed at interesting discussions. For me the notion of ecology and its relations to media were rather new.
    http://www.flickr.com/photos/lisap/1411128336/sizes/m/in/photostream/
    So I have learned a fair amount of new things. How technology and communication is related to human perception and understanding is a really inspiring topic and have been investigated since the influential books by McLuhan and Postman.
    A recurring issue was that there is a considerable gap between informal and formal learning. Whereas in informal learning people use social media (youtube, Facebook) as a cultural resources to express themselves, in formal learning people are mostly forced to write. The potentials of social media to influence formal learning which means to pick up the dynamics of informal learning and bring them to formal settings, is an important research project.
    In my presentation I argued that we need to find a theoretical foundation for the increasing openness in education. Especially with regard to the recent emergence of Massive Open Online Courses (e.g., #change11) we are face with a huge amount of uncertainty and complexity. Traditional learning approach which are usually acquired a long time ago during formal schooling do not help on. They cannot explain all the changes. For instance, there are neither learning goals nor examinations in a MOOC. So how can you deal with that?
    I strongly believe that Bildung in the traditional sense defined by Humboldt as an interaction between yourself and the world is a much better theoretical lens. In a modern sense, Bildung is now referring to the transformations of patterns for navigating through the complexity.
    Further details on my research approach are described below in my presentation slides.
     

    Presentation md 29032012 [slideshare id=12204215&w=425&h=355&sc=no]

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  • Who owns online learning? #change11

    This provocative question has been posted by Tony Bates based on the recent announcement that MIT will develop a new open learning platform. It is called Open Learning Enterprise and aimed at “ interactive, pedagogically effective online learning“. It seems that MIT can further capitalize on their investments in Open Education as they have just announced MITx.
    There is a slight but also important change in the wording. Whereas MITx is described as

    „a portfolio of MIT courses for free to a virtual community of learners around the world. It will also enhance the educational experience of its on-campus students, offering them online tools that supplement and enrich their classroom and laboratory experiences“

    Open Learning Enterprise (OLE) is associated with effective online learning. It is surely too early to come up with any empirical evidence but let’s speculate. Does this OLE restrict the online learning experiences because everything has to be „effective“? Does this deny freedom for learners because they have to choose only these subjects that can be studied „effectively“?  It seems as a contradiction of the philosophy of Massive Open Online Courses (MOOC) with a totally independent and radically open approach. However, as has been reported here, participating in a MOOC can be quite challenging:

    „But till now it has been quite ineffective. I use a lot of time reading blogs, that does not really solve my quistions. Blogs with an interesting headline, but content about something else that I expected. Blogs starting with a perfect quistion, but which never contribute to the answer. And I do get inspired about a lot of different thing – just not always what I was looking for.“

    Maybe the truth, as always, lies somewhere in between.

  • Kampf um das freie Internet

    Es ist schon ein paar Tage her als sich hauptsächlich junge Menschen in mehreren deutschen Städten versammelten, um gegen das sog. Anti Piraterie Abkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) zu demonstrieren. Gefordert wird dabei, wie z.B. in diesem Video zu sehen, das freie Internet.
    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=h6fahD7g9fg]
    Freies Internet wird, so habe ich den Eindruck, eher als  „Freibier“ denn als „freie Rede“ aufgefasst und verteidigt. Freier Download von möglichst allen Arten von Medien soll ein Grundrecht werden. Das Urheberrecht ist in den letzten Jahren weiter verschärft worden (siehe z.B. hier) und wird mit Recht heftig kritisiert. Die Gegenbewegung hat sich mit Creative Commons ein wirksames Instrument geschaffen, das rechtsverbindlich den legalen Download von Fotos, Videos oder Musikstücken erlaubt. Es gibt sogar eine Meta-Suchmaschine, die z.B. die Google Technologie nutzt.
    Warum wird in der sehr aufgeheizten Debatte um ACTA nicht mehr diese Seite betont? Warum werden User eingeschränkt als passive Konsumenten, statt als kreative Produsers dargestellt? Fragen, die ich gerne in die Diskussion werfen möchte.

  • Kollegiale Beratung bei NachwuchswissenschaftlerInnen

    Die letzten beiden Tage verbrachte ich auf der Forschungswerkstatt Methoden, veranstaltet vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE). Im beschaulichen Bergisch-Gladbach wurden Forschungsprojekte aus laufenden Dissertationen und Habilitationen vorgestellt und ausgiebig diskutiert. Das Vorgehen ist im bewussten Gegensatz zu klassischen Tagungen, bei denen 4 Vorträge in 60 Minuten gestopft werden und für Diskussionen dann fünf (!!) Minuten reserviert sind, aber auch nur dann, wenn die Referentinnen und Referenten auch die Zeit einhalten. Bei manchmal 40 Folien ist das ein recht gewagtes Unterfangen.
    Die Forschungswerkstatt bietet Raum für wirklichen Austausch, da pro Beitrag mindestens eine Stunde Zeit vorgehalten wird. Dabei soll das Forschungsprojekt kurz und bündig eingeführt werden und dann durch offene Fragen eine Diskussion angeregt werden. Es geht also darum klar aufzuzeigen, wo die eigenen Unklarheiten sind. Dies ist bei sonstigen Fachtagungen nicht so möglich, da es hier hauptsächlich um den Nachweis wissenschaftlicher Qualität geht. Also: Ergebnisse präsentieren.
    Der Austausch erinnert etwas an die Kollegiale Beratung. Bei dieser Methode arbeiten beruflich Gleichgestellte an Problemstellungen und erarbeiten Lösungsmöglichkeiten. Die Beratung erfolgt nach strengen Regeln, so darf der „Klient“ z.B. nach der Falldarstellung sich nicht mehr in den Prozess einbringen. Auf der anderen Seite eröffnet es durch die geringen Voraussetzungen gute Lösungen, auch bei Menschen, die sich nicht gut kennen. Dies war auch bei der  Forschungswerkstatt der Fall. Aus ganz Deutschland kamen Teilnehmende und engagierten sich in sehr lebhaften Diskussionen. Dazu wurden die einzelnen Arbeitsgruppen exzellent moderiert (danke nochmals an Olaf Dörner).
    Schade nur, dass die Werkstatt nur einmal pro Jahr stattfindet, denn eine solche Veranstaltung bereichert sehr vielfältig die eigene Arbeit. Mein Forschungsprojekt habe ich übrigens so präsentiert.

    Präsentation Forschungswerkstatt DgFe 2012[slideshare id=11788548&w=425&h=355&sc=no]

  • …and the winner is….Willenstest!

    Lob und Anerkennung für die eigene Arbeit ist, aus Sicht der ideellen Forschers, ein kostbares Gut. Neben Artikeln, die von renommierten Zeitschriften angenommen werden, können auch Preise und Auszeichnungen das Herz erfreuen.
    Daher freue ich mich sehr über den Award in der Sonderkategorie Lernstrategien des eLearning Journals für den Willenstest. Seit 2007 ist der Test frei im Netz verfügbar und die hohen Zugriffszahlen von aktuell 52.293 [Stand 21. Februar, 13:28 Uhr] sprechen für sich.
    Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:
    „Das Projekt erhält einen eLearning Award, weil diese innovative und frei zugängliche Art der Selbstevaluation schnell geht und wichtig für die persönliche Entwicklung ist. Die Ergebnisse helfen, eine der wichtigsten Fragen zu klären: wie motiviere ich mich selbst richtig. In Verbindung mit dem Strategiehandbuch ergibt sich hieraus eine reale Chance, ein besserer Lerner zu werden.“
    Das Strategiehandbuch beschreibt die Anwendungmöglichkeiten der verschiedenen Willenssstrategien auf anschauliche Weise. Es kann hier direkt oder hier (über Amazon) bezogen werden.
    Weitere Informationen zum Hintergrund und praktischen Nutzwert des Willenstest gibt es in diesem Video.
    Ein Interview zum Willenstest, produziert auf der Learntec 2011
    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=uGQi5B7gwVs]