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  • Monatsnotiz März 2019

    Monatsnotiz März 2019

    Inspiriert, oder besser gesagt angespornt durch meinen Podcast-Partner Christian Friedrich, schreibe ich hier zusammen, was bei mir alles im Monat März angefallen ist.

    Zum Monatswechsel war ich noch in Bahrain für die Akkreditierung der Kingdom University. Dazu wird es mehr Informationen geben, sobald der Bericht offiziell abgenommen und veröffentlicht ist. Wir sind gerade noch im Prozess die einzelnen Teile innerhalb des Panels und mit der zuständigen Behörde abzustimmen.

    Viel Arbeit floss im März für einen DAAD-Antrag, den ich an der FernUniversität mit einem kleinen Team vorbereite. Mittlerweile haben wir die Skizze eingereicht und warten auf Feedback, ob wir in die nächste Runde kommen und dann einen Voll-Antrag ausarbeiten dürfen. Die bisherige Arbeit mit mehreren internationalen Partner*innen hat gezeigt, dass das Thema (mehr dazu auch später :=)) auf große Resonanz stößt und wir auch ohne Förderung weiter machen werden.

    Für den Tag der Lehre an der DHBW-Karlsruhe durfte ich Keynote, Workshop und Zusammenfassung beisteuern. Es war eine sehr gut organisierte Veranstaltung, über die ich bereits hier gebloggt habe.

    Für die OER19 in Galway habe ich mit J&K (Sonja, Gabi und Jöran) eine Einreichung vorbereitet. Mit einem Video soll die Diskussion zu #untargetedopenness initiiert werden: Welche unintendierten Nebenwirkungen kann es bei der Erstellung von OER geben? Für die OER-Tagung ein sicher dankbares Thema.

    Daneben stand bei mir Lehrstuhl-Organisation in Hagen und verschiedene Gutachter-Tätigkeiten an.

  • Warum Bildung in der digitalen Welt offen, digital und partizipativ sein muss

    Warum Bildung in der digitalen Welt offen, digital und partizipativ sein muss

    So der Titel meiner Keynote gestern beim Tag der Lehre an der DHBW Karlsruhe. Leitthema der Veranstaltung war: Teilen?! – Lehrmaterial nutzen, anpassen und tauschen

    OER als eigenständiges Thema zu setzen fand ich bemerkenswert, da die Diskussion seit einigen Jahren stark vom „Mega-Trend“ Digitalisierung dominiert ist. Es geht dann um Strategien und technologische Innovationen (KI, Blockchain), so dass pädagogische und bildungspolitische Fragen in den Hintergrund rücken. Darauf bin ich in meinem Vortrag dann eingegangen und habe zunächst einmal die „unerhörte Begebenheit“ erzählt, als sich das MIT 2001 dazu entschloss, einen Teil seiner Materialien unter einer freien Lizenz ins Netz zu stellen. OER wurden dadurch „geboren“ und verbreiteten sich rasch auf der Welt (mit Ausnahme von Deutschland :=)). Dann kam die MOOC-Maschine ab 2012 und verdrängte OER und damit Werte wie Partizipation und Freiheit. Nachdem man sich vom MOOC-Hype etwas erholt hatte und merkte, dass damit nicht viel gewonnen ist, wurde das Thema breiter gezogen, so wie es die KMK in ihrer Strategie bezeichnet hat: Bildung in der digitalen Welt. In dieser Welt spielen Fragen des Teilens eine wichtige Rolle, so dass wir wieder bei OER angelangt sind.

    Nachdem die BMBF-Förderung zu OER größtenteils ausgelaufen ist, braucht es weitere Maßnahmen, um das Thema prominent zu halten. Ein Aspekt, der gestern auch vorgestellt wurde, ist eine OER-Policy einzuführen, die idealerweise auch mit der Digitalisierungsstrategie der Hochschule verzahnt ist. An der Basis passiert, nicht nur an der DHBW viel, das braucht allerdings Beachtung und Wertschätzung, damit dass immer noch recht zarte Pflänzchen OER weiter wachsen und gedeihen kann.

    Wie immer teile ich hier die Ressourcen zum Vortrag: Folien, Manuskript und Audiomitschnitt.

    Über den Tag hinweg haben wir mit einem Padlet gearbeitet und dabei eine lebhafte Diskussion zu Pro und Contra OER visualisieren können.

    https://padlet.com/tag_der_lehre/mi8pyf9ctcvs

  • Was kann/soll/ist Präsenz-Universität heute?

    Was kann/soll/ist Präsenz-Universität heute?

    Ich durfte den Tag der Lehre an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen mit einer Keynote zur Frage: Was kann/soll/ist Präsenz-Universität heute? eröffnen.
    Wie immer habe ich dazu ein Manuskript verfasst, das ich hier teile und mich über Kommentare freue.
    Auch die Slides gibt es hier drunter, sowie einen Audio-Mitschnitt.
    Viel Spaß beim Hören und Lesen.
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  • Daten, Medien und Informationen Welche Kompetenzarten braucht die digitale Gesellschaft?

    Daten, Medien und Informationen Welche Kompetenzarten braucht die digitale Gesellschaft?

    Für einen Vortrag bin ich gebeten worden, über ein aktuelles Thema der Mediendidaktik zu sprechen. Mein Ausgangspunkt waren Debatten um die Zukunft von Arbeit (Beispiel Folie 2) und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen für die Bildung (Folien 3-4). Dies leitete über zu meiner Frage, ob dies (d.h. die Forderung nach neuen Kompetenzen, Skills, Qualifikationen etc.) ein neues Thema sei? (Folie 5).
    Ich denke nein und plädiere für einen Blick zurück in die Geschichte der Bildungspolitik und Pädagogik. Hier finden sich so illustrere Konzepte wie Medienkompetenz (Folie 7) bzw. Digital Literacy (Folie 8), die beide trotz (oder gerade wegen) tiefgreifender Medienwechsel populär geblieben sind.
    So ganz ausfüllend sind sie dann doch nicht, denn wir haben es heute mit völlig neuen Phänomenen wie Hate Speech oder Plattformkapitalismus zu tun. Der Umgang mit Daten wird als neue Königsdisziplin verkauft (Folie 9), was angesichts des aktuellen Massen-Datenklau auch belegt werden kann. Schaut man sich die Versuche, Data Literacy zu bestimmen näher an, werden Lücken offenbar, wie die fehlende Bedeutung der IT-Infrastruktur.
    Wie auch immer man zu Data Literacy stehen mag, es ergeben sich Konsequenzen für die Mediendidaktik. Ziemlich wichtig ist, dass wir klare Begriffe brauchen (Folie 11). Es wird so viel durcheinander geworfen – egal ob absichtlich oder nicht – in der Debatte, dass man sich fragen muss, wovon reden wir eigentlich. Ich halte es für essentiell Begriffe wie Bildung, Lernen, Medien, digital und analog sauber zu trennen und einheitlich zu verwenden.
    Damit lässt sich eine Grundlage legen, um über Pädagogik zu diskutieren (Folie 12). Ich spreche dabei von adaptiver Vermittlung und unterscheide verschiedene Wissensarten, Medien und pädagogische Praktiken. Manche Kombinationen wie „Faktenwissen und E-Learning“ sind gut etabliert, während wir beim gesellschaftlichen Wissen und Digitalisierung noch ganz am Anfang stehen.
     
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  • Neuer Artikel: Bildung und Netz

    Neuer Artikel: Bildung und Netz

    In der aktuellen Ausgabe des Forum Wissenschaft mit dem Schwerpunkt „Emanzipation statt Kompetenzen. Bildungsbegriffe(e) in der Diskussion“ ist auch mein Artikel „Bildung und Netz“ abgedruckt.
    Wie immer freue ich mich über Anregungen und Kommentare:
    https://docs.google.com/document/d/1T7G8kJ0gAdW-zhZaa-5QeYTwHgUuhFTkpGBpiFzvfp4/edit?usp=sharing